Sonntag, 31. Januar 2016

unbemerkt untergejubelt



'Nur mal schauen …' kann in diesen Tagen gefährlich enden. 
Denn diese gefüllte Helleborus orientalis unter dem Lenzrosen-
Label 'Rose des Frühlings' und dem so eigentlich nichtssagenden 
Namen 'Picotee' rief am Freitag bei toom 'Nimm mich mit!'

Denn vor 2 Jahren hatte ich meiner Mutter bereits eine Verwandte 
dieser Lenzrose - Helleborus orientalis 'Stained Glass', geschenkt. 
dieser hochgedüngte neue Kauftopf, aber sie macht uns am Haus 
so viel Freude, dass ich sie trotz einiger hartnäckiger Blattlaus-
Angriffe im letzten Sommer noch immer nicht ins Beet gepflanzt 
habe. Ich werde sie wohl nochmals in einer größeren Rosentopf 
umsetzen, damit sie dieser jugendlichen Verwandten nun noch 
einige Zeit Gesellschaft leisten kann.








Aber auch dieser Schönheit habe ich gleich nach dem Kauf 
einige Blätter entfernt, da sie verdächtig nach der heikelen
Schwarzfleckenkrankheit im Anfangsstadium aussahen.

Vorher sah sie zwar wesentlich üppiger aus, aber 
nun kommen ihre Blüten viel besser zur Geltung.

Und gleich nach dem Foto-Shooting im Wildwuchsgarten
kam sie in einen großzügigeren Rosentopf mit ca. 5cm 
'Fuß-' bzw. Entfaltungsraum für ihre schon arg beengten 
Wurzeln. Inzwischen habe ich im Raiffaisenmarkt auch 
perfekt dazu passende hohe Übertöpfe gefunden. Und
sollte sich das Wetter im Februar oder gar März nun 
doch nochmals in Richtung Winter entscheiden, kämen 
die getopften Hellebori im Garten meiner Mutter mal 
wieder in den kalten Wintergarten unter das schützende 
Glasdach. Bei extrem frostigen Temperaturen würde 
der Luftraum zwischen dem Lenzrosencontainer und 
dem Übertopf wahlweise mit Luftpolsterfolie oder
Schaumflocken aufgefüllt 

Aber bei den frühlingshaften Temperaturen fällt es schwer 
noch an Winter zu denken. Denn die Winterlinge blühen, 
schon wieder, das Solanum hat während der sehr frostigen 
Tage in der Garage sogar seine 2 Blüten behalten, und
die Aurikeln unter dem Glasdach müssen jetzt ganz schnell 
noch fast alle umgetopft werden. Auch wenn diese Arbeit 
für Juni/Juli bzw. Oktober/November empfohlen wird.

Und da wir für meine Mutter am Samstag bei Hagebau 
eine herrlich blühende und gesunde von 13,99 € auf 7,99 € 
reduzierte Schneeforsythie für ihr neu zu gestaltendes Beet 
unter der Birke entdeckten, war sie am Sonntag so mit diesem 
und anderen Nach-Geburtstags-Geschenken beschäftigt, dass 
ich die Lenzrose 'Picotee' und 2 weitere Pflanzen unbemerkt 
mit an ihre Gartentreppe stellen konnte. Mal abwarten, wann 
ihr diese gefüllte Lenzrose, die Helleborus 'Roter Januar' und 
der Winter-Schneeball - Viburnum x bodnantense 'Dawn' nun 
beim Vögelfüttern oder Blick in den Garten auffallen werden.

Fotos: S.Schneider


Freitag, 15. Januar 2016

Waren das wirklich -7°C?


Als ich gestern zum ersten Mal in diesem Jahr den Garten 
meiner Mutter betrat, war ich mehr als überrascht. Denn 
die frostigen Tage zum Jahresanfang mit bis zu -7°C und 
mindestens vier Tagen Dauerfrost hatten kaum Schaden 
angerichtet ...

Die Hellebori und andere Pflanzen in Töpfen hatten die Zeit 
im Garten jedenfalls nahezu unbeschadet überstanden. Auf 
der Säule steht Helleborus 'Shooting Star', die ich im letzten 
Jahr für 10,- € Ende Januar bei Obi gerettet hatte. Und davor 
hat die H. orientalis 'Stained Glass' auch erste Blüten.Die 
Orientalis 'Anne' vom letzten Frühjahr ist noch etwas weiter 
zurück, aber 'Emma' und 'Amazing' sehen schon recht viel-
versprechend aus. Die H. orientalis 'Ruby Star' hat es im 
Spätsommer endlich in das rote Rosenbeet geschafft, denn 
sie war im Sommer häufiger stark verlaust, und hätte schon 
wieder einen größeren Topf benötigt. Sie hält sich - wie 
fast alle anderen Lenzrosen in den Beeten, glücklicherweise 
noch etwas zurück. Denn ab Sonntag soll wieder etwas mehr 
Winter kommen. Daher werden heute sicherheitshalber die 
Hellebori-Töpfe unter das Glasdach im unbeheizten 
Wintergarten gestellt.

Die rote Scheinquitte hatte die frostfreie Zwischenzeit genutzt, 
um ihre Knospen weiter zu entwickeln. Während der Winter-
jasmin zum Jahreswechsel in voller Blüte stand, und mal wieder 
eiskalt von der Kälte erwischt wurde. Aber er blüht sicherlich 
noch nach. Und bei der vorwitzigen weißen Scheinquitte im 
weißen Vorgarten wird es spannend. Denn sie hat bereits viele 
ihrer Blüten geöffnet und trägt meist bräunliche Frostränder ...

Die letzten Rosenblüten hat der Frost geschädigt. Aber sowohl 
an der namenlosen rosa Kleinstrauchrose aus dem Baumarkt als 
auch an Lady Emma Hamilton sehen die gefriergetrockneten 
Blüten immer noch sehr malerisch aus.

Dem bewurzelten Steckling meiner weißen Skimmie 
scheint so ein Winterwetter jedenfalls zu gefallen.

Und der violette Goldlack stand bis heute Nachmittag noch so 
herrlich blühend im Topf mitten im Beet. Doch nun soll er 
für die nächsten Tage auch mal unter das schützende Glasdach.

Und seine 2 gelben Verwandten in den Töpfen an der 
kleinen Teichlandschaft ziehen nun gleich mit um ...

Schon seit einigen Wochen werden fast jeden Tag einige 
der alten aussortierten Äpfel von diesem Baum in der Mitte 
der Rasenfläche den Drosseln als Zusatznahrung angeboten, 
und immer wieder gern von ihnen genommen. Wahrscheinlich 
sind sie eine willkommene Abwechslung im Speiseplan der 
Ganzjahresfütterung ...

Beim Öffnen der Schiebetür zum Wintergarten waren ganz 
plötzlich alle Sorgen um die bis zu 40 Jahre alten Fuchsien 
verflogen. Denn dieser Blick unter das Glasdach zu den über 
2m hohen Trieben von Fuchsien und Schönmalven sah kaum 
nach gravierenden Frostschäden aus. 

Hätte ich Ende des Jahres geahnt, dass sich das Wetter 
zum Jahresanfang ganz spontan umentscheiden würde, 
dann hätten Wolfgang und ich die Fuchsien wieder 
beim Weihnachtsbesuch eingekellert ...

Aber diesen extremen Kälteumschwung hatte wohl auch 
der Wetterbericht nicht rechtzeitig vorausgesehen. Denn 
ganz plötzlich wurden über Nacht aus -2° bzw. -4°C und 
ein oder zwei Tagen mit Dauerfrost nachts - 7°C, und der 
Dauerfrost blieb plötzlich fast 5 Tage lang. Darauf waren 
weder wir mit unserer kränkelnden Maus, und schon gar 
nicht die Fuchsien vorbereitet. Aber anscheinend wärmte 
die Schneedecke auf dem Glasdach. Und es war sicherlich 
auch von Vorteil, dass ich die Fuchsien beim Einräumen in 
den Wintergarten nicht eingekürzt hatte, und ihre Wasser-
versorgung in letzter Zeit stark vernachlässigt wurde.

Die Aurikeln sehen zwar unansehnlich aus, und ich wollte 
sie eigentlich bereits im Spätherbst wieder umpflanzen, 

aber da verbrachten meine Mutter und ich die verbleibenden 
gartentauglichen Tage lieber mit den Baum- & Gehölzschnitt. 
Doch wenn der Wetterbericht jetzt stimmt, dann kann ich die 
Aurikel-Sammlung schon bald versäubern & umtopfen - so 
der Sack mit Blumenerde in der Garage dann nicht doch 
zu stark durchgefroren ist 

Das Solanum in der letzten Ecke des Wintergartens war jedenfalls 
der Meinung in diesem Winter wird mal durchgeblüht! Und da es 
zusammen mit den 4 unhandlichen alten Fuchsien-Kübeln, den 
Schönmalven und den drei Agapanthus-Töpfen sicherheitshalber 
etwas verpackt in der Garage steht, kann das auch klappen. 

Lediglich die kleineren Fuchsien wurden zurückgeschnitten und 
kamen zur kurzen Winterruhe in den Keller. Denn eigentlich 
sollten sie bereits ab Februar gedüngt werden, um nach den Eis-
heiligen nicht zu staksig in den Beeten zu stehen 

Und da der Wetterbericht Anfang des Jahres schon mal so einfach
über Nacht seine Prognose nach unten korrigiert hatte, kamen 
alle Hortensienkübel auch noch schnell mit unter das Glasdach. 
Denn es wäre schade, wenn sie stark zurückfrieren würden. Ihre 
Form möchte ich lieber demnächst mit der Schere bestimmen!

Fotos: S.Schneider