Samstag, 12. November 2016

gut gemacht ...


Wie schön, dass das Gartenjahr zumindest gut anfing. 
Denn den schon über 45 Jahre alten haushohen Wachholder 
an der Garage hatte ich mir im April mal wieder wieder 
vorgenommen… 

Vor eingien Jahren hatten Wolfgang und ich ihn schon einmal 
auf eine für uns handhabbare Größe zurückgeschnitten. Die 
restlichen dicken Aststümpfe in ca. 5m Höhe kamen dann aber 
doch erst dank professioneller Hilfe aus dem Baum. In den 
letzten Jahren hatte ich mich jedoch nur noch mit den unteren 
Trieben des Wachholders beschäftigt, damit die alte Buchs-
baumkugel genug Freiraum behielt, im Sommer die rot-
stehen konnten, und wir zumindest einen einigermaßen 
begehbaren Weg in den Garten behielten. Die Aurikeln auf 
der kleinen geschichteten Mauer freuen sich zwar immer 
über etwas Regenschutz, aber zu dunkel darf ihr Sommer-
Standort trotzdem nicht werden.

Also musste ich mal wieder ran, um den aus den Fugen 
geratenen Wachholder in seine Schranken zu weisen. 
Denn der Baumpfleger, den wir schon 2x für die Birke 
am Ende des Gartens beauftragt hatten, lehnte dankend ab. 
Nicht, dass er den Auftrag nicht hätte haben wollte, aber 
der Rückschnitt wäre zu teuer geworden, und nach seiner 
Prognose hätte es 2 bis 3 Jahre gedauert, bis das Ungetüm 
wieder ansehnlich geworden wäre. Also kämpfte ich an 3 
oder gar 4 Nachmittagen einige Stunden mit dem Baum, 
während meine Mutter die Zweige sogleich shredderte. 

Ich weiß nicht mehr genau wie viele Ikeataschen voller
Wachholder-Mulch in den nächsten Wochen nach Hannover 
fuhren. Unser Südhof stand jedenfalls zeitweilig voller 
Taschen und Körbe. Und meine Mutter war froh das Material 
nicht auch noch in ihrem wesentlich kleineren Garten auf 
den Wirtschaftswegen an den Grenzen und in den Beeten 
verteilen zu müssen. Wir hingegen waren glücklich, dass 
das ganze Wachholdermaterial an der Südgrenze 
zum Nachbarn den fürchterlich wuchernden Hopfen 
etwas unterdrückte.

Nach den immergrünen Zweigen kamen dann noch die 
dickeren Äste und Stämme dran. Einige konnte ich selbst 
vom Garagendach aus heraussägen. Aber bei den Stamm-
durchmessern von 20cm in 4m Höhe und ca. 1,5m vom 
Garagendach entfernt, gab ich total erschöpft auf. 

Glücklicherweise war in diesem Rückschnitt-Stadium 
nun auch der Baumpfleger bereit dem Wachholder mit 
der Säge zu Leibe zu rücken. Anfangs war ich erschrocken, 
wie viel Holz er nun noch entfernt hatte. Aber nach 
dem ersten Schock musste ich zugeben, dass der Baum 
langfristig wieder besser von mir in Form zu halten ist. 

Und heute sieht er schon wieder richtig gut aus!

Foto: S.Schneider


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