Dienstag, 8. Februar 2011

Gartenspaziergang



Wie ich am Wochenende telefonisch von meiner Mutter erfuhr,
blühten ihre Winterlinge doch schon zeitgleich mit denen im
einige Kilometer entfernten
Waldgarten. Am Donnerstag, als ich
in den Garten schaute, konnte ich noch keine gelben Spitzen
entdecken. Aber vielleicht waren sie auch noch vom Laub ver-
deckt. Denn in diesem Bereich unter dem Apfelbaum am Haus,
entfernt meine Mutter immer einen Teil des Mulchmaterials,
um Winterlingen, Schneeglöckchen und Märzenbechern bessere
Startchancen zu ermöglichen.

Bei ihr im Garten versteckt stehende Märzenbecher
hatte sie mir mal wieder für unseren Wildwuchsgarten
angeboten. Aber wenn ihre freistehenden Märzenbecher
in der gut besonnten
Teichlandschaft auch schon Fraß-
spuren zeigen, dann ist es schade um jede Zwiebel,
die in unseren Garten umzieht!

Der Anblick des heruntergefrorenen Johanniskraut-Strauches
hinter den Teichbecken stört meine Mutter zwar. Aber in so
manchem Winter habe ich den Strauch auf ihren Wunsch hin
zu früh geschnitten, und er musste unter dem Frost leiden ...

Eine ehemalige rote Rose im Südbeet hat sich vor einigen Jahren
verabschiedet. Aber ihre Unterlage -
die Rosa Canina hat sich
prächtig entwickelt. Sie trägt noch immer Hagebutten, obwohl im
Hintergrund schon der
Winterjasmin beginnt. Eigentlich mag meine
Mutter die Kombination von Rot und Gelb überhaupt nicht. Aber im
Garten ist das wohl etwas anderes. Denn im Sommer darf trotz-
dem hinter der Rose
Topinambur wuchern. Ob ich in diesem Herbst
endlich mal dazu komme diese interessante Knolle zu probieren ...


Unter der Tränenkiefer stehen die Saatstände der dunkel-
violetten Hosta so geschützt, dass der Winter sie bis jetzt
noch nicht umgeknickt hat.


Eine der 5 Lenzrosen, die ich meiner Mutter im Laufe der Jahre
für ihren Garten besorgt habe. Ob sich
ihre Blüte auch so stark
verändert wie in unserem Garten
?


Hier unter dem Kratzstamm unter den Kiefern
liegt nun
Herr Katze. Er fehlt uns in Haus & Garten,
aber seine Zeit war gekommen ...


Diese herrlichen frühblühenden Elfenkrokusse ver-
samen sich vorzugsweise vom Beetrand in den Rasen.


Ein paar besonders gefährdete Exemplare im Rasen habe ich
versucht auszubuddeln. Aber selbst mit dem Unkrautstecher
habe ich nur wenige Zwiebeln erreicht. Nur drei Krokusse
ziehen in unseren Garten nach Hannover um. Aber im Herbst
werde ich wohl doch nochmals ein paar Packungen für unseren
Garten kaufen. Denn bei uns hinter dem Teich sind sie leider
schon wieder verschwunden.


Der Weg unter der Birke. Im frühen Frühjahr der ideale Platz
für Winterlinge und Schneeglöckchen! Ihnen folgen demnächst
hohler Lerchensporn und Lungenkraut.


Hier, an der Ostgrenze blühen sie zwar noch üppiger, sind
aber vom Haus aus nicht zu sehen. Sie stehen versteckt
hinter der
kleinen Buchsbaumhecke. Und schon bald bildet
sich hier
ein gelber Buschwindröschen-Teppich ...

Helleborus Silvermoon im Lenzrosenbeet. Bei uns wurde sie
von den Schnecken nach einigen Jahren gekillt.
Im März 2009
war sie allerdings noch da
! Und auch bei meiner Mutter zeigt
sich an einigen Blättern, dass da jemand Appetit hat ...


Die Blüten dieser leicht gefüllten Lenzrose waren im letzten Jahr
verkümmert. Leider scheint
sie anfälliger zu sein und steht even-
tuell auch etwas zu schattig. Aber im letzten Jahr hatten wir im
Herbst den richtigen Zeitpunkt zum Umpflanzen durch Herrn Katze
und meine Großmutter verpasst. Vielleicht klappt es ja in diesem
Gartenjahr das Lenzrosenbeet minimal zu verändern...


Diese Lenzrose scheint kräftig und gesund zu sein. Trotzdem
darf sie ihre alten Blätter noch etwas behalten. Denn der
Winter ist bestimmt noch nicht vorbei! Und es wäre mehr als
ärgerlich, wenn
diese Blüten unter dem Frost leiden müssten.

Winterlinge und Fette Henne stehen etwas
weiter hinten
im Lenzrosenbeet.

Und diese Winterlingen vor der Buchsbaumhecke
sieht man auch vom Haus aus!


Noch sieht die schattige Südseite des Gartens recht farblos aus.
Aber bald kommt wieder etwas mehr
Farbe ins Bild. Notfalls auch
durch Stiefmütterchen oder Hornveilchen
...


Die Aurikeln haben den Winter unter Glas gut überstanden.
Nur schade, dass uns
die gefüllte Variante eingegangen ist.

Und diese Töpfe im Wintergarten warten auf wärmere Tage!

Fotos: S.Schneider



Kommentare:

KunstUndGlas hat gesagt…

Wunderschöne Bilder, ganz toll!
Liebe Grüsse aus Neuseeland
Christine

Herz-und-Leben hat gesagt…

Und hier sind sie ja auch, die Winterlinge ...Ich hatte mir ja nur wenige aus der freien Natur entnommen. Mal schauen, wie es dann im nächsten Jahr damit aussieht, sofern wir dann noch hier sind.
Schöne Pflanzen bei Deiner Mutter im Garten!

Liebe Grüße
Sara

Herz-und-Leben hat gesagt…

Die Elfenkrokusse hatte ich früher in L. auch mal. Wenn der ganze Rasen voll davon ist, ist das immer ein malerischer Anblick. Hier im Ort gibt es auch so einen Garten ...

SchneiderHein hat gesagt…

@ Sara
Ja, das hört sich bei Dir ja alles geheimisvoll an mit blau-weißem Bundesland und so!

Auch wenn sich der Garten meiner Mutter und unserer immer mehr annähren - auch in Bezug auf Schnecken & Zecken ;-), so hat sie pro Quadratmeter doch mehr Vielfalt. Und auch wenn sie immer schimpft, dass ihr Garten so schattig ist, so haben manche ihrer Beete trotz fast gleicher Gartenausrichtung doch mehr & länger Sonne. Außerdem bekämpft sie zeitweilig noch die Nachktschnecken, was ich ja seit 2004 aufgegeben habe - und nun lieber auf viele Pflanzen verzichte.

Solche Krokuswiese könnte mich ja sogar noch daran hindern den Rasen im Garten meiner Mutter wegzunehmen. Denn es ist schon toll, wie er sich versamt. Aber Rasen macht ganz schön viel Arbeit, wenn dort kein anderes Kraut und möglichst auch kein Moos wachsen soll.Ich weiß schon, warum ich nur eine Wiese am haus haben will ...

Herz-und-Leben hat gesagt…

Ja, wo es einen arbeitsmäßig dann so hinverschlägt ...
Ist aber - hoffentlich - nicht von Dauer! Denn das ewige Pendeln wäre nichts für mich. Ich fahre auch sehr ungern mit dem ICE. Und fliegen schon gar nicht ... Naja und Auto so weit geht erst recht nicht ... ;-)

Wir hatten in L. ja auch einen relativ schattigen Garten und doch auch eine schöne Vielfalt. Und Schnecken ...
Und mit der Sonne war das da auch so ähnlich. Trotz auch hoher Waldbäume ...

Ja, diese Krokuswiesen sehen einfach herrlich aus! Darauf freut mman sich das ganze Jahr immer wieder aufs Neue! Aber das mit der Arbeit stimmt schon. Aber kann man nicht generell Wiese stehen lassen? Die muß man ja dann nicht ständig mähen. So wie wir das hier auch handhaben. Denn wir wollen und müssen das Grundstück ja betreten, da geht ganz hohe Wiese nicht oder nur partiell und zeitweilig (Rondelle..) Aber dafür haben wir dann u.a. auch Moos in der Wiese. Sieht aber auch wunderschön aus!

Schönen Sonntag Euch und alles Liebe
Sara

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Christine
Eben konnte ich gerade mal Deinen Anhänger vom heutigen Post erspähen, aber als ich einen Kommentar hinterlassen wollte, stürtze wieder mein Rechner ab. Beim ersten Versuch vor ein paar Tagen, kam ich noch nicht einmal zu Deiner Seite durch. Also werde ich es erst in ein paar Wochen mit mehr Speicherkapazität auf dem bestellten Laptop versuchen Dich am anderen Ende der Welt zu besuchen ...

@ Sara
Stimmt, fliegen ist für mich auch nichts! Zwar hatte man mir zum Tauchen bestätigt, dass ich mitmachen könnte, aber weder in den Tiefen des Meeres noch in luftiger Höh' bekomme ich den Druckausgleich hin. Und da ich dann tagelang etwasdavon habe, bleibe ich lieber schön in Bodennähe ;-)

Bei meiner Mutter passt eine höhere Wiese nicht in den wesentlich kleineren Garten. Daher bin ich dafür einen Teil der Rasenfläche zu pflastern und noch ein paar Beete zu vergrößern. Gern hätten wir auch reichlich breitere Mulchwege zum bewirtschaften, aber wegen der Zecken nehme ich immer mehr Abstand davon. Aber das Projekt wird wohl doch noch nicht in diesem Jahr in Angriff genommen. Jetzt müssen im Sommer nacheinander erst mal die lange vernachlässigten Räume im Haus dran. Da dann gleichzeitig im Garten rumreißen muss nicht sein.

Herz-und-Leben hat gesagt…

Bei mir geht auch Tauchen nicht *lach* aber nicht deswegen ...

Ja, so eine Wiese hat eben den Nachteil, daß man sie nicht so richtig betreten kann. Selbst bei uns hier bei dem vielen Platz wirkt es leicht unübersichtlich. Deshalb lassen wir, wenn überhaupt, nur kleine Rondelle stehen, so bis zu 2 m Durchmesser, die aber auch nicht das ganze Gartenjahr über bleiben dürfen.
Ansonsten ist die Wiese eine Wiese bei uns und kein Rasen, aber kurz. D.h. es dürfen alle Wiesenpflanzen darin wachsen und sogar Moos hat sich inzwischen teilweise darin angesiedelt. Nur daß sie dann eben doch ab und zu mal gemäht wird. Einen Rasen muß man aber wesentlich öfter mähen und noch manchen anderen Pflegeaufwand. Ich finde, unsere Wiese hat trotz alledem Rasencharakter, ist betretbar und darauf kommt es uns an.

SchneiderHein 3 hat gesagt…

@ Sara
Meine Mutter versteht unter Rasen aber halt etwas anderes und macht sich mehr Arbeit damit, so dass es bei Zeiten besser ist, wenn die Rasenfläche verschwindet - eh' Ihr die Gartenarbeit deswegen zu viel wird und sie dann die Lust am Garten verliert. Garten ist halt ihr Fitnessprogramm - sollte aber wegen der Arthrose wohldosiert sein.
Und meine Großmutter hat ja lange Zeit bewiesen, was Garten für ein Lebenselexier sein kann, wenn man sich einfach daran erfreuen kann ...