Donnerstag, 24. Juli 2008

10 namenlose Fuchsien


Nicht in unserem Garten, sondern im Garten meiner Mutter.
Aber zumindest 4x im Jahr habe auch ich mit diesen Fuchsien zu tun:
Das heißt Raufholen, Rausstellen, Reinholen und Runterbringen. Und
einige Fuchsien wurde durch mich in den Garten eingeschummelt.
Früher waren es nur 3 recht handliche Pflanzschalen, die im Mai mit
den eingekellerten Fuchsien bestückt wurden und dann rechtzeitig
vor dem ersten Frost wieder in die Einkellerungs-Töpfe verfrachtet
wurden. Zur Zeit sind es 21 große und kleine Fuchsien-Töpfe, die den
Garten in den Sommermonaten in ein kleines Blühwunder verwandeln.


Dieser Fuchsien-Hochstamm kam im letzten Frühjahr aus dem
Supermarkt mit. Noch nie gab es so eine übervolle Blütenpracht.








Diese rot-weiß gefüllten Fuchsien sind die kleinen Lieblinge
meiner Mutter. Leider gehen immer mal wieder ein paar der
Ableger ein. Aber drei schöne Töpfe dieser Sorte gibt es noch.










Hoffentlich bekommen diese rot-violetten Fuchsien nicht wieder
den roten Befall vom letzten Sommer auf den Blatt-Unterseiten.
Aus Sorge, dass sie die anderen Pflanzen infizieren könnten, stehen
sie in diesem Sommer etwas isoliert. Es wäre schade, wenn wir uns
nach so vielen Jahren von diesen 5 Töpfen trennen müssten.








Diese noch recht kleine Fuchsie, mit hängender Tendenz,
stammt aus dem letzten Sommer. Von den 4 neuen Sorten haben
nur 2 bis zum Herbst überlebt. Aber diese hier scheint sogar robust
genug für die heiße Mittagssonne. Allerdings freut sie sich dann auch
auf den Nachmittags-Hausschatten und etwas Wasser.








Und das ist aus dem zweiten kleinen Fuchsien-Topf aus dem Vorjahr
geworden. Seine Hauptblüte ist allerdings schon beendet. Sie war so
überreich mit Blüten besetzt, dass sie in dem kleinen Terracotta-Topf
ständig umzukippen drohte.








Und diese Fuchsie ist aus einem Ableger entstanden, den
meine Mutter und ich aus dem Berggarten in Hannover gemopst
haben. Sie leidet leider extrem schnell unter der Sommerhitze
und braucht oftmals 2x am Tag reichlich Wasser. Aber ihre
winzig kleinen rosa-weißen Blüten sind diesen Mehraufwand
wirklich wert.






Und dieses sind nun die ältesten und größten Fuchsien im Garten.
Jeden Winter müssen wir sie extrem einschneiden, damit sie
überhaupt noch ihr Winterquartier im Keller beziehen können.
Im Sommer erreichen sie mit Kübel eine Höhe von über 2m und
ihre Stämme haben nicht selten schon 3cm Durchmesser erreicht.
Aber so langsam werden im dicht bewachsenen Garten die Stell-
plätze für diese 5 unhandlichen Kübel rar. Zur Zeit verteilen sie
sich an 3 Standorten.












Da ist dieser kleine Fuchsien-Hochstamm noch handlicher.
Er steht erst seit dem Sommer 2006 im Garten und hatte
im letzten Jahr einen zu schattigen Platz erwischt. Aber
unter dem Apfelbaum, mit etwas Morgensonne geht es ihm
nun wieder viel besser.










Gleich daneben steht dieses Pracht-Exemplar vom letzten Sommer
aus dem Garten-Center. Seine 2,99 Euro war es wirklich wert. Das
einzige Problem ist, dass schon nach ein paar Tagen die blüten-
schweren Triebe immer wieder neu aufgebunden werden müssen.








Und hier nun noch die einzige winterharte Fuchsie.
Den letzten Winter verbrachte sie allerdings im gut
geschützten Topf unter dem unbeheizten Glasdach.
Bis jetzt haben wir noch Bedenken sie im Erdreich
überwintern zu lassen.






Fotos: S.Schneider


Wer sich auch für Fuchsien begeistern kann,
der wird an dem Blog Fuchsienrot's Gartentraum
seine Freude haben. Dort gibt es reichlich schöne
Fuchsien zu sehen. Und die mit Namen wie Blautopf
oder Rohees New Millenium sind sogar in einer
kleinen Fuchsien-Galerie aufgelistet.

Und Anfang Juli gab es auf dem Blog Plauderecke
ein Post über eine Fuchsienausstellung in Augsburg.
Dort gibt es über 1000 Sorten zu entdecken. Ein paar der
gefüllten Varianten sind in dem Post veröffentlicht.

Und in der Fuchsien-Gärtnerei Rosi Friedel mit
über 1000 Sorten können dann wohl viele Wünsche
wahr werden...



Mittwoch, 23. Juli 2008

Eine ist mir durchgerutscht ...



Normalerweise werden die wild wuchernden Wicken im Vorgarten
auf der Hecke häufiger geschnitten. Alle Ranken die auf den Fußweg
ragen, wandern in Vasen oder
auf den Gartentisch hinter dem Haus in
unseren Wildwuchs-Garten. Und die erreichbaren Saatstände werden
möglichst alle rechtzeitig entfernt.

Damit noch viele Knospen entstehen, ...

aus denen sich dann Blüten für eifrige Hummeln entwickeln.

Fotos: W.Hein



Sie sind wieder da ...



Heute haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr
wieder die Feuerwanzen entdeckt.

Im Sommer 2006 waren sie uns zum ersten Mal an der
Stockrose im Vorgarten aufgefallen. An diesem sonnigen
und sehr heißen Platz in der Hofeinfahrt scheinen sie
einen idealen Lebensraum gefunden zu haben.

Foto: W.Hein


Es ist schon erstaunlich, wie viel Leben es selbst in
einem so kleinen Stückchen Vorgarten gibt. Aber noch
erstaunlicher ist es, wie viele interessante Kleinlebewesen
und Wildpflanzen im Blog 'Wanderungen durch die Natur'
vorgestellt werden. Am Kaiserstuhl scheint die Welt
noch in Ordnung zu sein ...



Jetzt haben wir schon zwei davon ...



Nun wird endlich der Sommerflieder im Vorgarten von einem
Admiral, den wir wohl bereits vor einigen Tagen hinten im Garten
gesehen haben, und einem zusätzlichen Kohlweißling besucht. Auch
zwei kleine Bläulinge flatterten mal kurz vorbei. Aber es könnten
ruhig noch ein paar mehr Edelfalter hier vorbei schauen. Schließlich
befinden sich 9 Schmetterlingsflieder auf unserem Grundstück, die
jetzt alle auf Besuch warten ...

Foto: W.Hein


Sonntag, 13. Juli 2008

Clematis auf Wanderschaft



Das hat wirklich sehr lange gedauert, bis diese Clematis
hier am Hauseingang angekommen ist. Und nun, nach unendlich
vielen Jahren zeigt sie ihre ersten Knospen: Ursprünglich hatte
ich sie einmal für meinen weißen Vorgarten in Braunschweig
gekauft. Aber dort wucherte sie nur wild umher und brachte keine
einzige Blüte hervor. Also bestens für unseren Wildwuchsgarten
in Hannover geeignet! Doch am nördlichen Zaun im Schatten der
Nachbarskiefer und unserem Apfelbaum war in all' den Jahren nicht
viel von ihr zu sehen. Also zog sie nochmals um. Wenn sie schon
nicht blühen wollte, dann könnte sie doch wenigstens unser Fallrohr
vor dem Badezimmer mit ihren Blättern verhüllen ....

Das tat sie dann auch in den Folgejahren - aber weiterhin keine Blüte
in Sicht. Da ich sie im letzten Winter nicht zurückgeschnitten hatte,
gab es für sie in diesem Frühjahr die besten Startmöglichkeiten.
Denn das Garagendach und ein paar nahegelegene Sträucher hatte
sie bereits erklommen. Und eines Tages traute ich meinen Augen
nicht. Da hatte sich doch tatsächlich eine Clematis auf unserem
Vordach über dem Hauseingang ausgesamt. So dachte ich es mir im
ersten Moment jedenfalls! Doch der Blick aus einem höher gelegenen
Fenster ließ nur Ranken und kein Clematis-Pflänzchen erkennen.
Auf meiner Suche nach dem Ursprung wurde ich dann in unserem
Wildwuchsgarten am Badezimmer-Fenster fündig. Offensichtlich
mißfiel ihr der vorgegebene Standort so sehr, dass sie sich einen
günstigeren Platz für ihre Blüten suchte: 2m in die Höhe bis zur
Dachrinne, dann ca. 3m waagerecht über das Garagendach und noch
weitere 70cm über das Vordach am Hauseingang, um von dort oben
herab zu fallen. Und wenig später wurden sogar die Weidenzweige
im darunter befindlichen Pflanzkübel als Rankhilfe vereinnahmt:

Inzwischen klettern einige ihrer Ranken auch am Hausdach empor.
Und in der Nachbars-Fichte, die neben unserer Garage wächst,
habe ich ebenfalls schon einige Clematis-Blätter entdeckt. Ich kann
mich nicht daran erinnern, damals eine so wuchsfreudige Clematis
gekauft zu haben. Eine etwas wildere schon, aber so extrem?
Leider ist ihr Schild abhanden gekommen, und nun bin ich schon ganz
gespannt, welche Blüten aus diesen Knospen entstehen werden....

Fotos: S.Schneider


Samstag, 12. Juli 2008

Kommen & Gehen ...



... der Wasserdost beginnt bald.

... die ersten Blüten der Wasserminze sind geöffnet.

... der Sommerfieder am Südhof braucht noch ein paar Tage.

... der Schmetterlingsflieder auf der Nordseite
wartet noch immer auf Schmettlerlinge.

... die Blüte der namenlosen Rose am Spalier
ist vom Regen gezeichnet.

... auch ihre Blüten haben im Vergehen
noch einen eigenen Reiz.

... die rote Lichtnelke verteilt schon ihre Saat.

... die Wicken haben erste Schoten, verblühen ...

und bringen dennoch immer neue Rispen hervor.

... die Stockrosen-Blüten arbeiten sich
von unten nach oben durch.

Ob diese weiße Variante auch bis weit in den Dezember
hinein blühen wird?

Fotos: W.Hein