Freitag, 28. März 2008

Nun ist es gedruckt, ...


... und wir nehmen wieder teil:



Mit unserem 'Wildwuchs unter Aufsicht' Garten

am 1. Mai 2008 von 15 - 18 Uhr
mit 'wild wuchernde Waldmeisterblüte'

und

am 14. Dezember 2008 von 15 - 18 Uhr
mit 'Winterstruktur weihnachtlich dekoriert'.


Mehr Informationen über 'Die offene Pforte'
Gärten in und um Hannover 2008

gibt es hier ...




Freitag, 21. März 2008

Die andere Sichtweise ...












Fotos: S.Schneider

Ohrenvergleich





Hasenmaus kann es nicht fassen. Da hat jemand zwar
überall im Garten schon Ostereier verteilt. Aber er
hat seine Aufgabe ziemlich lieblos erledigt. Überall
liegen die Eier offen herum. Manche stecken sogar
noch verpackt in den Transportkisten. Wer muss da
denn noch suchen? Wo ist denn da der Spaß? Und vor
allen Dingen: Wenn der Osterhase so schludert, fällt
das doch auf alle Hasen zurück!



Der junge Hüpfer klettert auf den Tisch. Hier stehen schon
zwei andere Langohren. Vielleicht wissen die ja, wer hier
so schlechte Arbeit gemacht hat. Denn sie werden es am
Ende nicht selbst gewesen sein. So suchlose Osternnester
kann doch wohl kein Hase verantworten. Oder etwa doch?


Auch hier das gleiche Bild. Die Eier sind bunt und haben alle
ein eigenes Nest. Aber die stehen sogar noch in einer Reihe
mitten auf dem Tisch und leuchten in der Sonne. Wenn die
gerade mal wieder scheint. Denn schon den ganzen Tag
ziehen dunkle Wolken über den Himmel und sorgen für einen
ständigen Wechsel von Licht und Grau. Aber Hasenmaus
denkt jetzt nicht an das wankelmütige Osterwetter. "Das sind
doch keine Verstecke," ruft der kleine Hase entrüstet. "Das
sind höchstens Gestecke!"



Ein namenloser Hase und eine Hasendame pflichten dem
aufgeregten Rotzlöffel bei. "Das ist eine Schande für jeden
Löffelträger," muffelt die weiße Häsin. "So würde ich nicht
einmal einen Piratenschatz verstecken," merkt das große
Langohr leise an. "Und ich habe da Erfahrungen."



"Wir müssen das ändern!" Hasenmaus hebt aufgeregt seine
Stimme: "Hier steht die Ehre aller Hasen auf dem Spiel."
Und genau in diesem Augenblick fällt ein heller Sonnenstrahl
auf den kleinen Leichtmatrosen in seinem Eifer. Doch die
beiden anderen Hasen sind auch so beeindruckt. Sie nicken
begeistert: "Genau! Denen werden wir es zeigen!" und "Wir
sollten schon nachbessern." und am Ende: "Die können hier
was erleben."


Doch wie sollen es die drei anstellen? Also erstmal die
ganzen suchfreien Eier richtig verstecken. So, dass man
sie kaum noch sieht. Und weil die ja alle irgendwie aus Gips
oder anderem harten Zeug sind, müssen essbare Eier her.
Was hat man von der ganzen Suche, wenn man sich am Ende
daran die Zähne ausbeißt? Ach ja, einer sollte noch sagen,
wo sie beginnen und was als Nächstes zu tun ist und wie es
dann weiter geht. Sie brauchen noch einen EOHOZ, so eine Art
ErsatzOberHauptOsterhasen auf Zeit. Das wird einer von den
drei Langohren - das ist klar. Nur, wie sollen sie ihn so schnell
finden? Da hilft nur ein Ohrenvergleich
!



"Ohrenvergleich?" Die kleine Hasendame ist enttäuscht.
"Wer die längsten Löffel hat, darf sagen, wo es lang geht?"
Sie hebt mit der Pfote ihr Schlappohr hoch. "Dann habe
ich dieses Jahr wohl keine Chance." Sie schnieft: "Es sei
denn, es geht nach Ohrlänge zu Gesamtgröße. Oder es gibt
dafür eine Häsinnen-Quote?" Wieso? Es heißt doch wohl
Osterhase ... Typisch diese Kerle.



Wenig später sind sich die Jungs immer noch nicht einig,
wer den EOHOZ macht. Denn auch wenn sie sich Rücken
an Rücken stellen, können sie sich nicht entscheiden, wer
die längeren Ohren hat. Und eine kleine Hasendame ist da
im Moment auch keine große Hilfe. Denn von da unten
betrachtet, ist das alles eine Frage des Blickwinkels:
"Jetzt sieht das linke Ohr wieder länger aus."



Da sehen sie weiter hinten im Garten einen kleinen
Bären durch die Beete stapfen. Ein langes Silberteil trägt
er in den Pfoten, das immer wieder im Sonnenlicht blitzt,
wenn die mal wieder zwischen den Wolken hervorblinzelt.
Die Hasen winken aufgeregt dem unverhofften Wanderer zu:
"Heh! Huhuh!" "Du da!" "Ähem, hallo," rufen die Drei. Und:
"Wir brauchen einen Schiedsrichter." "Hast du Zeit?"
"Nur, wenn´s nicht zuviele Umstände macht ..."



Der kleine Muck watzt da durch die Beete mit den
ersten blauen Frühjahrsblühern. Er hat ein großes
Stahllineal geschultert, das weithin leuchtet. Warum?
Das weiß nur der kleine Bär. Aber er ändert sofort seine
Pläne, als ihn die aufgeregten Langohren rufen. Neugierig
steuert er auf die hüpfende Hasenbande zu.



Die drei Langohren erzählen aufgeregt von ihrem Plan.
Wie sie Ostern retten wollen. Und das sie ganz dringend
einen EOHOZ brauchen. Der mit langen Löffeln den Durchblick
hat. Da die drei Hasen alles auf einmal erzählen und sich
immer wieder ins Wort fallen, dauert es einen Moment,
bis der kleine Muck sie verstanden hat.



"Natürlich kann ich helfen," erklärt der Hosenpetz stolz.
"Zufällig habe ich einen Maßstab dabei." Er hebt das Stahllineal
hoch. "Damit kann ich ganz genau die Löffellänge ermitteln.
Auf den Millimeter!" Die drei Hasen nicken begeistert. So ein
Bär hat ihnen gefehlt.



Hasenmaus beugt sich ganz tief runter, damit der Bär
genau messen kann. Der legt sofort den Maßstab an.
Aber dann können sich alle doch nicht einigen, wie
lang so ein Rotzlöffel wirklich ist. Von wegen auf den
Millimeter genau. Das Ohr ist immer irgendwie knitterig,
so sehr dich der kleine Leichtmatrose auch bemüht, es
zu strecken. "Ich habe eben eine Naturkrause," verkündet er.
Aber so kann man die Länge nur schätzen.



Als nächstes ist ein namenloser Hase dran. "Vorsicht, ich
bin ganz kitzelig", gluckst er. "Huch, ist das Lineal kalt."
Schon zuckt er wieder weg. Der kleine Bär fuchtelt eifrig
mit dem Metallstab durch die Luft, um in die Nähe der
Ohren zu kommen. "Das sind jetzt ... so ziemlich viele
Millimeter, also mindestens Hundertsechzig und ein paar
Zerquetschte," verkündet er gewissenhaft. Und unternimmt
noch einen Versuch, den kühlen Maßstab an das empfindliche
Hasenohr zu legen.



Sicherheitshalber messen sie noch einmal nach, dass kleine
Hasenmädchen auch kleine Ohren haben. Was ja eigentlich
auch ganz praktisch ist. Weil sie sonst immer darauf treten und
über die eigenen Löffel stolpern würden. Nachdem also alle Hasen
vermessen sind, können sie bestimmen, wer jetzt EOHOZ wird.
Aber das ist gar nicht so einfach.



Hasenmaus zeigt mit ausgestreckten Armen, wie lang
ja seine Löffel in echt sind. Und ein namenloser Hase
möchte eigentlich gar nicht soviel sagen. Kann ein EOHOZ
das auch ganz still und leise maschen? Außerdem rennt
ihnen die Zeit davon und die Sonne stiehlt sich auch
schon aus dem Garten. Die bedrohlich dunklen Wolken
werden immer dichter. Vielleicht sollten sie dieses
Chefding und wer-die-Längsten-hat doch vergessen und
einfach loslegen. Sie müssen eh' alle mit anpacken, dann
können sie auch zusammen entscheiden, wo es lang geht
.



Ein Karo-Hase hilft beim Austragen der Eier. Das Kuscheltier
des namenlosen Hasen sitzt mitten im Osternest und hat
die bunten, hartgekochten Ostereier fest im Blick. Sie müssen
sich wirklich beeilen. Das Verstecken der ungenießbaren
Osterdinge hat doch länger gedauert und inzwischen ist der
Himmel grau und regenschwer geworden.



Die weiße Häsin hat sich einen Korb gegriffen und aus
weiser Voraussicht nur ein Osterei reingepackt. Das
lässt sich so gut und sicher tragen. Und es kommt heil
im Versteck an.



Auch der kleine Bär hilft mit, die schweren Eier zu tragen.
Damit die Hasen rechtzeitig fertig werden. Außerdem hat er sich
davon überzeugen lassen, dass ein junger Spring-ins-Feld fast so
etwas wie ein Rotzlöffel ist. Er ist deshalb zum Hasen
ehrenhalber ernannt worden
.



"Ist es noch weit? Ist Ostern nicht überall?" Der kleine Muck
würde seine beiden Ostereier gern loswerden. Die zu verstecken
kann doch nicht so schwierig sein. Sie haben für den Garten doch
eine ideale Tarnung. Aber ein namenloser Hase hört gar nicht zu.
Er sucht gerade selbst eine passende Eiablage. Sein Karo-Hase wacht
in der Zeit über das restliche Ostergelege.



Hasenmaus zerrt einen Eimer mit den dicken Dingern
hinter sich her. Drei gekochte Eier sind eigentlich viel
zu viel. Und ständig kullert so ein blödes Ding aus dem
runden Behälter, wenn der ungeduldige Hasenjunge den
Schietkram am Henkel über den Waldboden reißt. Dieses
Ostern ist ja auch eine Riesenplackerei. Die ersten Falleier
zeigen schon Transportschäden. "Ich dachte hartgekochte
Eier würden mehr aushalten." Und als so ein Detschteil
schon wieder davon rollt. "Das ist jetzt ein verlorenes Ei."



Inzwischen sind die selbsternannten Osterhasen im Wald
angekommen. Zwischen Efeu und Farnen lassen sich die bunten
Eier gut verstecken. Die kleine Hasendame überprüft noch einmal,
ob ein wenig Orange blitzt. Denn natürlich soll jemand die
verderblichen Ostergaben auch wieder finden können.


"Wir sind fertig" Hasenmaus jubelt: "Alle Eier sind versteckt."
Ostern ist gerettet!



Doch erst einmal kommt eine Schlechtwetterfront. Der Himmel
hat sich tiefgrau zugezogen. "Das sieht nach Regen aus," stellt
ein namenloser Hase fest. "Und bis Ostern kommt, wird alles
pitschnass." Der kleine Bär überlegt: "Sind denn die ganzen Sachen
überhaupt wasserfest?" Der Hasendame schwant Übles. Ein kleiner
Leichtmatrose sieht das ganz gelassen: "Wenn es noch schneit, wäre
es doch wie im Kühlschrank." Er zuckt mit den Schultern. "Aber
wenn ihr unbedingt wollt, sammeln wir eben wieder alles ein.
Dann war das halt die Generalprobe für Sonntag früh."

Fotos: W.Hein

Hätte meine Mutter Internet ...

... dann wüßte sie schon jetzt, was ich ihr demnächst mitbringe:

Diese faszinierende Helleborus Orientalis Blüte besitzt einen
leichten Rot-Ton, kombiniert mit einem ganz sanften Grün-
Schimmer. Solch eine Blütenfarbe ist mir bis jetzt noch nie
begegnet. Und passt hervorragend in den zu dieser Jahreszeit
noch etwas blütenarmen Garten meiner Mutter.

Hier ganz nah die Knospe ...

und die sich gerade öffnende Blüte.



Auch diese außergewöhnliche Helleborus konnte ich
nicht im Blumenladen stehen lassen.

Weiße Blütenblätter mit violetten Adern.

Und auch diese kräftige Pflanze bringt
noch eine weitere Knospe hervor.



Diese Blüte gehört zu einer gefüllten Helleborus Orientalis,
die ich bereits im letzten Jahr für ihren Garten gefunden hatte.

Wie auch in unserem Wildwuchs-Garten, sind
im Garten meiner Mutter schon einige Blüten
mit der Saatbildung beschäftigt.

Aber es kommen wohl noch reichlich Blüten nach.



Dieses ist bereits einer von vielen roten Sämlingen.

Und das ist die Mutter-Pflanze, mit der
die Leidenschaft für Lenzrosen einmal begann.

Diese nun schon recht große Helleborus hatte ich vor einigen
Jahren zufällig entdeckt, und meiner Mutter mitgebracht.
Inzwischen ist sie von ihren Töchtern umgeben und versamt
sich willig. So willig, dass einige ihrer Kinder jetzt sogar
bereits in unserem Vorgarten in Hannover
wachsen und gedeihen.



Auch Helleborus Silvermoon hat sich im Garten meiner Mutter
im ersten Standjahr prächtig entwickelt. Daher werden wohl
auch in Zukunft noch ein paar Lenzrosen in ihren Garten
einziehen, wenn sie mir so zufällig am Wegesrand begegnen ...

Fotos: S.Schneider



Mittwoch, 12. März 2008

Bis der Sturm vorüber ist ...




... raus, rein, raus und wieder rein ... warten.
Das Treppenhaus steht jetzt wieder voller Dekomaterial.
So kann die Osterdeko ja auch nicht fertig werden.
Ostern liegt in diesem Jahr eindeutig zu früh für
dieses abwechselungsreiche und turbulente Wetter!
Was schon fertig ist oder auch schon mal fertig war,
ist auf DekoGerümpel zu sehen.

Foto: S.Schneider


Dienstag, 11. März 2008

Einkauf für den Zweitgarten

Bis heute war ich fast standhaft und habe weder Pflanzen
für unseren Wildwuchs-Garten noch für die Deko rund
ums Haus gekauft. Aber ein paar Blumenkübel im Garten
meiner Mutter sollten nun etwas Farbe erhalten. Also
begab ich mich in Gefahr. Und hier ist jetzt das Ergebnis:

Eine Narzissen-Hybride namens 'Rip van Winkle'.

Sie ist kleinblütig und 15- 20cm hoch.

Ihre Blüte ist gefüllt, so interessant gefüllt, dass ...

ich mich zwischen diesem Foto von der
gefransten Blüte und dem folgenden Bild
nicht entscheiden wollte.

Aber Schönheit ist nicht immer makellos.
Ihre dünnen Stengel sind kaum in der Lage die
schweren Blüten zu tragen. Sie sollte wohl an
einem sehr windgeschützen Platz oder sogar nur
im Haus stehen. Auch ohne eine Stütze wird sie
nicht auskommen. Also werde ich sie ebenfalls
mit reichlich trockenen Zweigen umhüllen.

Und hier ist nun der Mix für Beet und Kübel.

Hornveilchen für das schattige Orange-Beet,
Belli und Priemel für die Kübel & Kisten ...

sowie eine Schachbrettblume für einen
ganz besonderen Ort.

Die rosa Kuhschelle, die zuerst etwas Farbe
in eine der Pflanzschale bringen soll, wird
wahrscheinlich später wieder den Schnecken
Freude bereitet.

Schade, dass sich Kuhschellen offensichtlich
nur auf dem trockenen, und im Sommer extrem
heißen Südhof halten können. Dort versamen sie sich
sogar zwischen den Steinfugen in der Hofeinfahrt.
Im normalen Gartenbeet verschwinden sie leider
schon nach kurzer Zeit - sogar trotz Schneckenkorn.

Diese Priemeln bekommen einen hoffentlich
schneckensicheren Platz in einer erhöht stehenden
alten Holzkiste. Aber erst am Donnerstag, wenn der
angekündigte Sturm hoffentlich gut überstanden ist ...

Fotos: S.Schneider