Freitag, 28. September 2007

Passt perfekt





Der Sommer ist vorüber und wieder haben wir unser Wohnen im Garten ein wenig geändert. Deshalb haben wir sofort zugegriffen, als wir beim Schaufensterbummel in einem Campinggeschäft grüne Faltsessel aus Dänemark entdeckten. Das wird unser neues Gartenmobiliar für die kommenden Sonnentage. Das heißt, unsere beiden Sessel mussten noch bestellt werden, aber einen konnten wir gleich mitnehmen ...





Lausebär hat ihn auch gleich im Treppenhaus auf Bequemlichkeit getestet und mit einem zufriedenen Seufzen freut er sich auf die nächste Gartensaison.




Seine kleine Schwester Lisa will eigentlich nur wissen, was er so lange da unten macht. Aber als sie ihn sieht, findet sie es gemein, wenn nur große Brüder den ganzen Spaß haben sollen.




Erst muss Kaninchen, das Kuscheltier der kleinen Bärin, an Bord.


Dann klettert Lisa hinterher. Lausebär zieht sie hoch, damit sie nicht abstürzt. Der Faltsessel ist doch noch etwas hoch für kleine Bärinnen.

Und er ist offensichtlich kein Zweibärstuhl. Lisa muss sich gut festhalten, als beide Bären eifrig hin und her rutschen und ruckeln.

Fast ist es geschafft, da blickt Lisa entsetzt nach unten.
Kaninchen ist bei dem ganzen Durcheinander aus dem Sessel
gefallen. Das unvorsichtige Schlappohr muss sich beim
nächsten Mal aber besser festhalten.


Diesmal ist Lausebär dran, Lisas Kuscheltier zu retten.

Er nimmt vorsichtig das Kleine hoch, während die kleine Bärin
genaue Anweisungen gibt, damit es nicht wieder schiefgeht.


Kaninchen kommt an Bord, zweiter Versuch.

Jetzt, als das kleine Kuscheltier endlich sicher in ihren Pfoten sitzt, ist Lisa vom neuen Sessel auch ganz begeistert. Eigentlich braucht sie keine großen Brüder, die sich nur breit machen. So hat sie richtig viel Platz. Und Kaninchen kann sogar umherspringen, ohne gleich wieder runter zu fallen.

Zu zweit geht es aber dann doch. Und ist auch ganz bequem, wenn Lausebär sie in den Arm nimmt und kleine Langohren sich hoffentlich diesmal gut festhalten.
Fotos: W.Hein


Lisa und Lausebär sind Rica-Bären von Ulrike und Claude Charles.

Dienstag, 25. September 2007

September-Stimmungen



Blühen und Vergehen am Rosenspalier in unserem Vorgarten.

Die einen erstrahlen im schönsten Zartrosa,

die anderen öffnen sogar erst noch ihre Knospen,

während sich in unmittelbarer Nähe schon
zahlreiche grüne und rote Hagebutten bilden.


Wickenblüten im wilden Gewirr aus Ranken.

Auch sie sind schon lange mit ihrer Vermehrung beschäftigt.

Die Braunelle entwickelt reichlich braune Saatstände.

Aber ein paar bläulich-violette Blüten schauen
noch immer vorwitzig unter der Hecke hervor.

Die Hecke wird wegen der auf ihr wuchernden Wicke
nur sehr wenig geschnitten. Nun treten die Früchte
des Ligusters den Spaziergängern mit ihren tiefen
schwarz-blau Beeren entgegen.

Nuit d'Young - Moosrose, Laffay 1845
Sie blühte noch etwas versteckt im Juni hinter der Hecke,
aber ihre kleine Hagebutte macht jetzt auf sich aufmerksam.

Cardinal Hume - Strauchrose, Harkness 1984
Sie hat in den letzten Tagen all' ihre üppigen Rispen
für ein Herbstfeuerwerk geöffnet, ihre Farbpalette
reicht nun von Karminrot bis Violett.

Gleichzeitig zieren aber auch schon
die ersten Hagebutten den kleinen Strauch.

Der Ruprechts-Storchschnabel gibt sich erst jetzt
richtig zu erkennen. Seine unscheinbaren rosa Blüten
sind zwischen all' den Stauden kaum aufgefallen, aber
nun leuchten seine Blätter in den schönsten Herbstfarben.

Dieses Kraut hat sich hier eingeschlichen,
aber für die nächsten Tage darf es noch eine
Herbst-Impression bleiben.

Die kleine violette Blüte des Storchschnabels
gehört eigentlich auch nicht in den Vorgarten.

Doch was für eine Farbkombination zu diesen Beeren!

Liebesperlenstrauch und Wickenschoten
eng miteinander verbunden.

Diese scheinbar zierlichen Pflanzen haben
inzwischen den gesamten Vorgarten erobert.

Doch noch dürfen die letzten Blüten
im Abendlicht sanft schimmern.

R. Rugosa - Wildrose
reflektiert die letzten Sonnenstrahlen des Tages
auf ihren glatten glänzenden Hagebutten.

Diese Hagebutten der Kartoffel- oder Apfelrose sind
schon etwas älter und beginnen langsam einzutrocknen.

Wie hast Du denn geblüht? Eine unbekannte Rose,
die wir nicht in unseren Garten gepflanzt haben, und
an der es im Herbst plötzlich weinrote Hagebutten
zu entdecken gibt. Da sollten wir im nächsten Sommer
wohl mal genauer hinsehen ...

Sie ist unbemerkt schon eine recht stattliche Pflanze
geworden. Ihre Nähe zum Standort der Rosa Rugosa
und auch ihre Ähnlichkeit in Wuchs und Blattform
haben sie bis jetzt gut getarnt.

The Fairy - Polyantharose, Bentall 1932

Nach vielen Jahren sind aus den zwei kleinen Rosen-
töpfen aus dem Baumarkt jetzt endlich ein paar größere
Blütenrispen entstanden. Sie erheben sich nun aus dem
wilden Dickicht des Vorgartens. Erst im Spätsommer
erhalten die noch immer recht kleinen Pflanzen genügend
Licht und Raum sich zu entfalten.

Die Prachtkerze vom letzten Jahr hat den milden Winter
gut überstanden und leistet ihnen jetzt dabei Gesellschaft.

Die Blätter der Herbstanemone verfärben sich bereits.

Trotzdem scheint sie in diesem Jahr einen fast
unermüdlichen Vorrat an Blüten zu besitzen.

Auf die Blüten vom Rosenginster und der Akelei
müssen wir wieder bis zum nächsten Jahr warten,
aber ihre Blattstrukturen und Farben bringen auch
Abwechselung in die Randbepflanzung zum sonnigen Hof.

Darüber thront noch eine einsame Blütenrispe des Sommerflieders.

Auf der anderen Seite des Gartens am Spalier
verfärben sich die ersten Blätter des Ribes.

Der Spierstrauch hat den ganzen Sommer über
unzählige Blütendolden hervorgebracht und noch immer
ist kein Blüh-Ende in Sicht.

Bis jetzt hat sich ganz unbemerkt ein anderes Pflänzchen
im Vorgarten entwickeln können: Ob es eine Eberesche ist,
die sich hier ganz heimlich versamt hat?

Hier haben wir nicht aufgepasst: Die Saatstände des Wasserdosts
werden nun für reichlich Verbreitung in den Steinfugen unseres
schattigen Hofes sorgen ...

Diese eingewanderte Mahonie wird demnächst
auf die gelbe Seite unseres Gartens umziehen.

So schön anzusehen - aber macht auch ganz schön viel Arbeit,
wenn er Fuß gefaßt hat - der Hopfen. Noch sitzt er nur in
der Hecke unseres Nachbarn, und der Hof trennt ihn noch
vom Vorgarten. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit,
wann er unbemerkt bei uns einwandert ...

Veilchenblau - Rambler Multiflora-Hybride, Schmidt 1908.
Ihr haben wir schon einen Platz unter dem Sommerflieder
reserviert, aber da sie im Frühsommer noch recht klein war,
durfte sie auf dem Hof ungestört erst noch etwas größer
werden. In den nächsten Wochen, wenn sich der Bewuchs
unter dem Sommerflieder wieder etwas lichtet und auch
der Flieder etwas eingekürzt ist, wird sie ihren hoffentlich
richtig gewählten Standort erhalten.

Aber erst einmal erfreuen wir uns auf dem Weg zur Haustür
noch ein paar Tage an ihren ersten kleinen Hagebutten.

Fotos: W.Hein