Montag, 18. Juni 2007

www - im Vorgarten



www im Vorgarten, das sind die
wild wuchernden Wicken.
Sie erobern in diesen Tagen
unser schmales Gartenstück.


Überwiegend in Zart-Rosa haben sich die Wicken
über die gesamte Gartenfläche verteilt.

Nur die Rose auf der anderen Seite
behindert etwas ihren Wuchs.

Diese rosa Rose war vor einigen Jahren ein
Spontankauf im Baumarkt. Name und Züchter
sind leider unbekannt - sonst würden wir sie
weiterempfehlen. Sie fängt sehr früh an zu
blühen, bildet immer neue Blütendolden und
hat schöne Hagebutten, die bis zum Frühjahr
die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Es gibt nicht viele Rosen, die auch noch
im Verblühen beeindrucken, aber diese Rose
gehört zu dieser Gruppe: Ihre Blüten verblassen,
bleiben aber noch länge Zeit an der Pflanze
und fallen erst allmählich sauber ab. Nur bei
Regenwetter verkleben ab und an ein paar
Blütenblätter. Aber diese Vergäglichkeit wird
von immer neu erscheinenden Blüten überdeckt.

Zarte Stauden-Wicken und üppige Rosenblüten
sind eine herrliche Kombination auf einer sonst
so langweiligen Ligusterhecke.

Die pinkfarbenden Wicken sind weniger
vermehrungsfreudig und treten daher nicht
so oft in Erscheinung.

Dafür setzt die Cardinal Hume einen
deutlichen Akzent in diesem Wickendickicht.
Zwar steht sie zur Zeit noch gut versteckt
hinter der Hecke, aber sie hat sich seit dem
letzten Herbst bereits gut entwickelt. Ihre
Blüten werden im nächsten Sommer bestimmt
über die Ligusterhecke hinwegschauen.

Diese Kornblume und Lichtnelke lassen sich von
den nahenden Ranken noch nicht einschüchtern,
obwohl es einige Pflänzchen schon vor die Hecke
zur Straße gezogen hat. Dort können sie etwas
weniger bedrängt weiter wachsen.

Die Lupine und Wildrose waren schnell genug,
denn ihre Blütezeit ist bereits beendet und
sie müssen nur noch ihre Saat ausbilden.
Etwas später hätten die Wicken die Hummeln
vielleicht zu sehr abgelenkt.

So sieht es zur Zeit hinter der Hecke aus.
Noch vor ein paar Wochen konnte man hier
problemlos die verschiedenen Stauden
aus der Nähe betrachten. Nun beherrschen
zahlreiche ausgesamte Stauden-Wicken mit
ihren Ranken für einige Wochen das Terrain.

Aber für dieses Blütenmeer voller Summen und
Brummen von Hummeln und anderen Fluginsekten
lassen wir die wild wuchernden Wicken gern
durch unseren Vorgarten toben.

Fotos: W.Hein

Donnerstag, 7. Juni 2007

Europa-Rosarium Sangerhausen

Gestern haben wir uns mal wieder auf den Weg in das
von Hannover ca. 200km entfernte Sangerhausen gemacht.
Trotz aller Gewitter-Wetterprognosen war es optimales
Fotowetter für die Erweiterung unserer Rosensammlung:
Teilweise Sonnenschein oder ein leicht verhangener Himmel.

Hier der erste Blick in das vordere Gelände
mit dem neu gestalteten Eingangsbereich.

Hinter diesen Bäumen liegt der ADR-Garten,
in dem Rosen auf ihre Gartentauglichkeit geprüft werden.

Diese Ansicht auf die Rosenspaliere hat man jetzt vom Café aus.
Als wir das erste Mal im Sommer 2005 hier saßen, war dieser Teil
des Rosariums noch im Bau. Inzwischen läßt sich dort prima sitzen.
Aber uns zog es dann schnell in die Rosenbeete ...

So dicht an dicht stehen zum Beispiel die Remontant-Hybriden.

Das Rosarium wurde 1903 gegründet und verfügt daher auch über
einen herrlichen alten Baumbestand. So "schlicht" Grün sehen jedoch
die wenigsten Bereiche der Anlage aus.

Auf einer Fläche von 12,5ha wachsen über 8000 verschiedene
Kultur- und Wildrosen. Und die Randbereiche des Geländes werden
ständig verändert. Zahlreiche Moschata-Hybriden und Wildrosen sind
inzwischen auf den neu erschlossenen Flächen angepflanzt worden.

Und hier ist einer der Bereiche, die uns besonders interessieren:
Die alten historischen Rosen wie Alba-Rosen, Gallica, Centifolien
sowie die vielen Wildrosen ...

... und natürlich die Rambler - unsere absoluten Lieblinge.
Wegen der Vielzahl alle an 3-4m hohen Stäben aufgebunden,
stehen sie dicht an dicht reihenweise aneinander.
Wir sind nach jedem Besuch erschlagen von der Vielfalt
der Rosengruppen und ihren Varianten.

Den Ausgang sehen meistens erst gegen 20 Uhr. Trotzdem haben wir
immer noch nicht alles gesehen und nehmen uns vor das Rosarium
bald wieder zu besuchen.
Wer sich jetzt informieren möchte oder
überlegt diese Rosenwelt in natura zu erleben - hier ist der Link
zum
Europa-Rosarium Sangerhausen.


Fotos: S.Schneider & W. Hein